Edelstahl Grillrost reinigen - Diese 8 Mittel solltest du vermeiden


Edelstahl Grillrost reinigen - diese Mittel solltest Du meiden

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In der Grillsaison wird für viele die abendliche zur Hauptmahlzeit. Das Grillen von Steaks, Käse, Gemüse und zahlreichen anderen Leckereien ist immer wieder ein geschmackliches Highlight, während das Verweilen an der frischen Luft die passende Atmosphäre bietet. So wird spätestens im Sommer in jeder Nachbarschaft fast täglich irgendwo gebrutzelt. 


Dabei ist das Grillen für manch Enthusiasten eine wahre Kunst. Dazu gehört allerdings nicht nur die Zubereitung der Speisen selbst, sondern auch die Vorbereitung und vor allem die abschließende Reinigung. Umso hochwertiger der Grill desto wichtiger ist die sorgsame Reinigung und Pflege der Gerätschaften.


Dabei spielt es keine Rolle, ob Du einen günstigen Holzkohle-Rundgrill oder einen multifunktionellen Gasgrill nutzt. In jedem Fall musst Du wahrscheinlich wie die meisten schließlich Deinen Edelstahl Grillrost reinigen. Welche Mittel Du vermeiden solltest, was zu beachten ist und was sich als Reinigung anbietet, erfährst Du hier.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Der Edelstahl Grillrost ist im Gegensatz zu vielen anderen Modellen besonders robust und strapazierfähig. Zusätzlich ist dieser in der Regel günstiger in der Anschaffung.

  • Bei der Reinigung ist Vorsicht geboten, denn durch den Einsatz von zu aggressiven Reinigern und falschem „Werkzeug“ kannst Du die Beschichtung beschädigen“.

  • Greife bei der Pflege und der Reinigung Deines Edelstahl Grillrostes immer erstmal zu den typischen Hausmitteln und verzichte auf chemische Reinigungsmittel, so tust Du auch der Umwelt einen riesen Gefallen.

Ganz allgemein: darum ist der Edelstahl Grillrost so beliebt

Der Rost ist der wesentliche Bestandteil eines Grills. Ganz gleich, ob die nötige Glut durch Kohle, Gas oder offenes Feuer erzeugt wird, das eigentliche Grillen findet auf dem Rost statt. Somit muss dieser quasi dauerhaft während der gesamten Grillzeit enorme Hitze aushalten. 


Für diese Anforderung bestehen die handelsüblichen Roste entweder aus Gusseisen oder in den allermeisten Fällen eben aus Edelstahl. Ein Edelstahl Grillrost ist im Gegensatz zur Konkurrenz aus Gusseisen einerseits günstig, robust und sehr hitzebeständig bei geringem Gewicht. 


Andererseits gibt er aufgrund seiner Beschichtung keinerlei Fremdgeschmack an das Grillgut ab. Vor allem aber ist er langlebig und äußerst korrosionsbeständig, was ihn schließlich sehr pflegeleicht macht. Allerdings kann auch Edelstahl trotz aller Widerstandsfähigkeit Schaden nehmen, wenn unsachgemäße Behandlung stattfindet. Mit der falschen Reinigung und ungeeigneten Utensilien beschädigst Du das Material und sogar bloßes Wasser und Salz kann Deinem Edelstahl Grillrost zusetzen.

Die Passivschicht des Edelstahls erhalten

Um zu verstehen, worum es bei der Reinigung und Pflege von Edelstahl geht, gilt es die Funktionsweise des Materials zu kennen. Stahl ist eine Verbindung von Eisen und Kohlenstoff. Gelangt außerdem ein gewisser Anteil von Chrom zu dieser Verbindung, spricht man von Edelstahl. 

Je mehr Chrom in der Verbindung vorhanden ist, desto effektiver findet eine sogenannte Passivierung statt: Chrom verbindet sich an der Oberfläche des Edelstahls mit Sauerstoff und bildet eine natürliche, selbstheilende Chromoxid-Schicht. Diese verhindert weitere Oxidation und bewirkt so das Prädikat „rostfrei“ und „korrosionsbeständig“. 

Deswegen geht es bei der Reinigung und jeglicher Behandlung von Edelstahl besonders auch darum, die Passivschicht zu erhalten. Denn ist diese erst einmal an einer Stelle zerstört, ist der Edelstahl dort angreifbar.

Edelstahl Grillrost reinigen – diese Mittel schaden

Im Hinblick auf die schützende Chromoxid-Schicht des Edelstahls gibt es einige Pflegemittel, die Du auf jeden Fall vermeiden solltest. Chrom-, Silber- und Messingpflegemittel haben oxidlösende Eigenschaften und sind für einen Edelstahl Grillrost definitiv nicht geeignet. 


Von stark salzhaltigen oder auch flusssäurehaltigen Mitteln ist ebenfalls abzuraten, da sie zur Verfärbungen bis hin zu Lochkorrosion führen können. Ähnliches gilt für Möbelpolituren und sogenannte Glanz-Finisher, die in den meisten Fällen Flecken verursachen. 


Chloridhaltige Produkte, die sich insbesondere bei Bleichmitteln finden, sind ebenfalls ein absolutes No-Go, denn sie greifen die Edelstahloberfläche direkt an, bewirken schnell Verfärbungen und zerstören die Oxidschicht. Zusammengefasst solltest Du für Deinen Edelstahl Grillrost diese Mittel vermeiden:

  • Chrom-, Silber- und Messingpflegemittel

  • salzhaltige und flusssäurehaltige Mittel

  • Möbelpolituren und Hochglanz-Pflegemittel und flusssäurehaltige Mittel

  • Chlor- und Chloridhaltige Produkte (bspw. Bleichmittel)

Achtung beim Reinigungs-Werkzeug

Neben den erwähnten Mitteln und Produkten kann es außerdem bei gewissem Zubehör, dass Du vielleicht für die Reinigung nutzen möchtest, zu unliebsamen Effekten kommen. Das gilt vor allem für alles, was den Edelstahl Grillrost mit Fremdmetallen in Berührung kommen lässt. Beispielhaft zu nennen sind hierfür:

  • Schleifmittelhaltige Vliese

  • Werkzeuge aus unlegiertem Stahl (wie beispielsweise einfache Spachtel)

  • Draht- und Stahlbürsten

  • Eisenschwämme und Stahlwolle

Würdest Du mit solchen oder ähnlichen Utensilien zu Werke gehen und damit etwa hartnäckige Verkrustungen lösen wollen, dann könntest Du zwar den Schmutz entfernen, hinterlässt aber Partikel des Fremdmetalls auf Deinem Edelstahl Grillrost. 


Diese Partikel rosten letztlich und verschmutzen die Oberfläche des Edelstahls. Es kommt gewissermaßen zu einer Kontamination. Zudem eigenen sich insbesondere Eisenschwämme, Stahlwolle und entsprechende Bürsten schon deswegen nicht, weil sie abrasiv sind und die oberen Schichten Deines Grillrostes zerkratzen.

Auch bei der Lagerung gibt es schädliche Faktoren

Wenn Du Deinen Grill regelmäßig, also bestenfalls nach jedem Gebrauch, reinigst und dabei auf die bisher erwähnten Dinge verzichtest, machst Du bereits einiges richtig. Dein Edelstahl Grillrost wird so schon einmal nicht von dir unwissentlich beschädigt. 

Das alles spielt in der kalten Jahreszeit natürlich weniger eine Rolle, denn über den Winter räumst Du Deinen Grill vielleicht in die Garage, einen Schuppen oder er bleibt abgedeckt im Freien Stehen. Bevor Du Deinen Edelstahl Grill allerdings über kurz oder lang irgendwo lagerst, frage Dich folgendes:
  • Steht das Gerät im Freien?

  • Können Tiere an das Gerät gelangen?

  • Wohnst Du in einer Küstenregion oder stark industriegeprägten Gegend?

  • Ist der Schuppen als Lagerort voll staubiger Luft durch Kalk, Gips oder alte Werkzeuge?

All diese äußeren Einflüsse können dem Edelstahl arg zusetzen, während Du Deinen Grill einige Zeit gar nicht benutzt. Insbesondere wenn Tiere jeglicher Art Zugang haben und vielleicht tatsächlich ihre Hinterlassenschaften auf dem Edelstahl Grillrost platzieren, wirkt das schon nach kurzer Zeit schädlich und greift, wie einige der obigen Beispiele, das Material an. 


Gleiches gilt tatsächlich auch für die Atmosphäre in Küstenregionen oder Gegenden mit viel Industrie. Hier besteht in der Luft eine bedeutend höhere Konzentration von Chloriden und Schwefeloxiden, die sich auf dem Rost ablagern können. Wie schädlich das ist, hängt natürlich vom Standort und der Standzeit ab. In jedem Fall machst Du alles richtig, wenn Du alle drei Monate Deinen Edelstahl Grill einmal sorgsam säuberst.

Wie also den Edelstahl Grillrost schonend reinigen?

Da Du nun weißt, worauf Du idealerweise verzichten solltest und was auf Dauer zu beachten ist, möchtest Du natürlich auch erfahren, wie die Reinigung richtig und gut gelingt. Zunächst einmal sei gesagt, dass es stets am besten ist, das ganze möglichst unmittelbar nach dem Grillen zu erledigen. Je länger Du wartest, desto schwieriger lassen sich Verschmutzungen am Ende beseitigen.


Für die Reinigung hast Du die Wahl zwischen drei Arten: trocken, nass und passiv:

  • Die Trockenreinigung, also im Grunde das bloße Abwischen mit einem sauberen Tuch oder Lappen, bietet sich als Vorsorge vor dem Grillen an. Damit entfernst Du einfach nur eventuelle Lagerrückstände

  • Zur nassen Reinigung eignen sich Lappen, weiche Schwämme und Bürsten sowie warmes Wasser und mildes Spülmittel. Wenn Du mit der Reinigung nicht zu lange gewartet hast und Rückstände vom Grillen nicht zu stark eingebrannt sind, erreichst Du so ein sauberes Ergebnis.

  • Passive Reinigungsmethoden sind hingegen empfehlenswert, wenn Du mal doch nicht direkt mit dem Schrubben beginnen möchtest oder wenn es hartnäckige Verschmutzungen gibt. Eine ideale Vorgehensweise ist es, Deinen Edelstahl Grillrost einweichen zu lassen. Das geht beispielsweise mit ein paar Lagen Zeitungspapier, mit denen Du den Grill umwickelst und die Du dann ordentlich befeuchtest. Einen ähnlichen Effekt hat es, wenn Du den (abgekühlten) Grillrost über Nacht ins Gras legst. Sobald der Morgentau einsetzt, werden Schmutzrückstände eingeweicht und lassen sich später abwischen.

Tipp 1 - Aus der Trickkiste: Cola, Kaffee und Asche

Sollten einmal tatsächlich die herkömmlichen Reinigungsmethoden nicht ausreichen, aber Du willst dennoch nicht gleich die chemische Keule schwingen und teure Produkte kaufen, kannst Du einige bewährte Tricks anwenden. 

Phosphorsäure beispielsweise kann dem Edelstahl Grillrost nicht schaden und hat doch eine hervorragende Säurewirkung gegen Verschmutzungen. Dafür brauchst Du nichts anderes als handelsübliche Cola. Lege den Rost über Nacht in der Limonade ein und staune, wie sich Fett- und Kalkrückstände auflösen. Anschließend musst Du den Rost natürlich gründlich abspülen. 

Kaffeesatz ist im Haushalt inzwischen als Allzweckmittel bekannt und sogar als Dünger beliebt. Feuchter Kaffeesatz und ein weicher Schwamm helfen Dir, Deinen Grillrost auf Glanz zu reinigen und wirken gewissermaßen wie ein Peeling. Hierfür brauchst Du nur etwas Kraft und Ausdauer. 

Auf ähnliche Weise gehst Du vor, wenn Du statt Kaffeesatz direkt die kalte Asche aus dem Grill benutzt. Nicht umsonst wurde alte Asche schon vor hunderten von Jahren zur Seifenherstellung benutzt.

Tipp 2 - Verwende eine Grillmatte anstelle des blanken Rosts

Vorsorge ist besser als Nachsorge - dieser Grundsatz gilt nicht nur bei Deiner Altersvorsorge, sondern auch beim Reinigen Deines Grills. Damit Du Deinen Grill nicht nach jedem Grillabend aufwendig reinigen musst, wollen wir Dir an dieser Stelle unsere KOMOTO®️ Grillmatten ans Herz legen.


Unsere Grillmatten kannst Du direkt auf Deinen Rost legen und all Dein Grillgut darauf grillen. Der Geschmack bleibt der gleiche. Der einzige Unterschied ist ein sauberer Grill. Erspare Dir also den ganzen Aufwand beim nächsten Grillabend und verwende einfach eine Grillmatte.

Da unsere Grillmatten bis zu 260 Grad hitzebeständig sind, brauchst Du Dir auch keine Sorgen über einen zu heißen Grill machen. Außerdem hast Du nun auch die Möglichkeit eine leckere Gemüsepfanne direkt auf dem Grill zuzubereiten. Schneide einfach Dein gewünschtes Gemüse klein und lege es direkt auf die antihaftbeschichtete Grillmatte.

Tipp 3 - Mit Natron natürliches Putzmittel herstellen

Zum Abschluss sei dir hier noch verraten, wie Du ganz einfach ein natürliches Reinigungsmittel ohne aggressive chemische Zusätze herstellst. Damit kannst Du insbesondere Deinen Edelstahl Grillrost schonend reinigen. 

Zur Herstellung brauchst Du nämlich nichts weiter als 100 Gramm Natron-Pulver, einen Liter warmes Wasser und etwas Zitronensäure. All das findet sich üblicherweise im Haushalt und lässt sich in einer Sprühflasche schnell zusammen mischen und direkt verwenden. Diese Mixtur hilft hervorragend gegen Ruß und Fett. 

Als Alternative kannst Du auch das Natron oder aber dieselbe Menge Backpulver mit nur 0,1 Liter Wasser zu einer Reinigungs-Paste verrühren. Der Effekt bleibt der gleiche. Achte jedoch darauf, dass Du mit dieser Methode zwar Edelstahl bestens reinigen kannst, jedoch bei Aluminium einen gegenteiligen Effekt erzielst. Die Natronlauge greift Aluminium an. Schau also genau, welche Materialien und Oberflächen Deines Edelstahl Grills Du damit behandelst.